Grundschullandschaft Dorsten Mitte
Größere Schulhöfe und bessere Raumzuschnitte
Ratsfraktion begrüßt kleinere Zügigkeiten an Grundschulen in Hervest und Holsterhausen
Am Mittwochabend informierte die Schulverwaltung den Ausschuss für Schule und Weiterbildung darüber, dass man der Politik vorschlagen werde, die Antoniusschule und Bonifatiusschule jeweils als zweizügige Grundschulen mit einer Raumreserve für einen halben Zug zu sanieren bzw. erweitern.
Ursprünglich sei jeweils eine Dreizügigkeit geplant gewesen. Beide Standorte seien räumlich aber so beengt, dass eine Dreizügigkeit nach modernen Raumkonzepten und Maßstäben dort nicht vollständig umsetzbar ist. Stattdessen solle jetzt am geplanten Grundschulübergangstandort nahe der von-Kettler-Schule nach den aufeinanderfolgenden Schulsanierungen ein Grundschul(teil)standort eingerichtet werden. Das zu errichtende Gebäude solle also zunächst als Ausweichquartier für die Bonifatiusschule, anschließend für die Antoniusschule und erst danach ab den 2030er-Jahren als dauerhafter Grundschul(teil)standort mit bis zu zwei Zügen genutzt werden.
„Wir begrüßen als CDU-Ratsfraktion Dorsten den Ansatz der Verwaltung. Er ermöglicht größere Schulhöfe, bessere Raumzuschnitte und kleinere Schulsysteme für die Kinder“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Krajewski. Im Vergleich zu Grundschulen vor zehn bis fünfzehn Jahren habe man heute einen wesentlich größeren Raumbedarf pro Zug. Ab dem Schuljahr 2026/2027 käme aufwachsend zudem der neue Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz mit zusätzlichen Bedarfen hinzu. Schulentwicklungsplanung müsse sich immer an pädagogischen Erkenntnissen, gesetzlichen Vorgaben, finanziellen Möglichkeiten sowie räumlichen und örtlichen Gegebenheiten orientieren. So sei es inzwischen wieder einfacher als vor 15 Jahren, Grundschulleitungen für kleinere Schulsysteme zu finden.
„Statt zwei dreizügigen Grundschulen mit winzigen Schulhofflächen und mit beengten Raumverhältnissen für die neuen von den Schulen umzusetzenden pädagogischen Konzepte, erhalten wir nun drei moderne und großräumige zweizügige Grundschulstandorte“, erläutert Krajewski das ausschlaggebende Argument für die CDU. Dabei würden sich die Schulwege der Kinder durchschnittlich zusätzlich verkürzen. Dass diese Variante auch die wirtschaftlichere sei sowie perspektivisch zusätzliche Raumkapazitäten für die von-Ketteler-Schule (Förderschule) bieten würde, seien weitere maßgebliche Vorteile. So könne im Anschluss an die Grundschulsanierungen ca. 1/3 des Gebäudes durch die von-Ketteler-Schule mitgenutzt werden, da der Übergangsstandort dreizügig geplant werde. Dies führe auch zu einer Verbesserung der Raumsituation an der Förderschule.
Während im Schuljahr 1997/1998 im Grundschulbereich Mitte (Hervest und Holsterhausen) noch 387 Schülerinnen und Schüler in 15 Eingangsklassen an fünf Schulen eingeschult worden seien, waren es im Schuljahr 2012/2013 in 8 Eingangsklassen nur noch 192 Kinder. Die Einschulungszahlen an den Grundschulen hatten sich somit innerhalb von 15 Jahren mehr als halbiert. Die Schülerzahl an der unmittelbar angrenzenden Förderschule machten jedoch zusätzliche Raumkapazitäten notwendig. Als Folge daraus wird bis heute das damalige Grundschulgebäude neben der von-Ketteler-Schule als notwendiges Förderschulgebäude genutzt. Dies sei auch in Zukunft der Fall.
Inzwischen gehe man perspektivisch von zukünftigen Einschulungszahlen von 250 bis 280 Kindern pro Jahr und 11 bis 12 Eingangsklassen an den dann fünf Grundschulen in Hervest und Holsterhausen aus. „Schon an diesen Zahlen erkennt man schnell, dass es in Zukunft um ein ganz anderes Grundschulangebot in Hervest und Holsterhausen als vor fünfzehn Jahren gehen muss “, erläutert der CDU-Fraktionschef, „Wir sanieren, erweitern und errichten gleich drei Grundschulstandorte, die modernen Lernwelten und heutigen Ganztagsanforderungen gerecht werden. Zusätzlich wird die Sanierung der Albert- Schweitzer-Schule in Hervest noch in diesem Jahr beginnen. Die Sanierung der Hervester Augustaschule ist nach der Sanierung von Bonifatius- und Antoniusschule in Aussicht gestellt.“ Somit blieben die Zügigkeiten an der Augustaschule (3-zügig) und der Albert-Schweitzer-Schule (2-zügig) in Hervest unverändert.









